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Die Anti-Bullying-Strategie nach Dan Olweus

♦ Bindet alle drei Parteien, Lehrer, Eltern und Schüler, interaktiv und
   kooperativ in die Konfliktbearbeitung ein.
♦ Legt den Fokus eindeutig auf das Wohlergehen des Opfers, nicht auf
 
die Bestrafung des Täters.
♦ Bietet eine schulinterne Plattform, um Gewaltproblematiken zu
   entschärfen.

Vorgehensweise :

♦ Das Opfer stellt die Vorgänge aus seiner Sicht schriftlich dar.
♦ Der Täter berichtet ebenfalls schriftlich aus seiner Sicht.
♦ Die um Unterstützung gebetene Lehrkraft protokolliert kurz das
   Gespräch zwischen den beteiligten Konfliktparteien
   (Datum, Ort, Uhrzeit, Beteiligte, u.U. auch : Zeugen).
♦ Alle drei Berichte werden in den Schülerakten aufbewahrt und als
   Kopie den Eltern der beteiligten SchülerInnen ausgehändigt.
♦ Die Eltern besprechen mit ihrem Kind den Vorfall, die eigene
   Darstellung sowie die Darstellung der Gegenseite und nehmen dann
   ebenfalls schriftlich dazu Stellung.
♦ In einem zeitnah angesetzten Gespräch aller Konfliktparteien werden
   - moderiert von Schul- bzw. Klassenleitung (im Einzelfall zu
   entscheiden) – Lösungswege gesucht und Zielvereinbarungen getroffen,
   die v.a. für das Opfer zufrieden stellend sind und eine Wiederholung
   zu vermeiden helfen.
♦ Das schriftliche Protokoll dieses Gesprächs wird ebenfalls in den
   Schülerakten abgeheftet.

Diese ritualisierte, verbindliche Vorgehensweise hat folgende Hintergründe :

Beiden Konfliktparteien soll Gelegenheit gegeben werden, ohne äußere Einflüsse Stellung zu dem Vorfall zu nehmen, sowie sich mit der Darstellung der Gegenpartei auseinander zu setzen, wenn die akute, emotional aufgeladene Situation bereits eine Weile zurückliegt.
Die schriftliche Fixierung gibt der eigenen Einschätzung eine hohe Wichtigkeit und hat einen größeren Ernstcharakter als gegenseitige, verbale Schuldzuweisungen. Es können auch bereits länger zurückliegende Ereigniszusammenhänge beschrieben werden oder Vorfälle im Vorfeld, die die aktuelle Rollenverteilung „Täter – Opfer“ in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Die Eltern werden von Anfang an aktiv in die Konfliktbearbeitung integriert und erhalten eine unmittelbare Rückmeldung über ihr Kind betreffende Vorfälle, die nicht nur die eine Seite zeigt. Sie können – und sollen – sich aktiv an einer Lösungsfindung beteiligen.

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