*
Menu
Aktion "Martins-Singen"
20.11.2017 14:30 (213 x gelesen)

Martinssingen in den Altenheimen

 



Traditionell gehen unsere Kinder zu St. Martin mit ihren selbstgebastelten Laternen auf die Straße. Sie singen Lieder, die fest verankert sind in unseren  Köpfen. Aber was ist, wenn es nicht mehr so leicht ist, nach draußen zu kommen und an diesen lieb gewonnen Bräuchen teilzuhaben? Darüber haben sich die Schüler, Eltern und Lehrer der WOS Gedanken gemacht.

Schon vor zwei Jahren begannen Schüler im Altenheim „Carpe diem“ zu St. Martin zu singen. Dieses Jahr wurde die Aktion ausgeweitet. Rund 60 Kinder aus allen 4 Klassenstufen machten sich auf den Weg. Am 13. und 14.11. suchten sie nachmittags in Begleitung ihrer Eltern die drei Langenberger Altenheime auf.

Den Anfang machten die Erstklässler.
Im Elisabeth Stift warteten die Bewohner im großen Essenssaal schon gespannt auf die Kinder. Strahlende Augen schauten den Schülern und Geschwisterkinder beim Einzug mit ihren Laternen entgegen. Das gemeinsame Singen stand im Vordergrund, aber es war noch viel mehr:
Die mit Klassentieren gestalteten Laternen wurden bewundert.
Wir errechneten die Altersspanne der Anwesenden (95 Jahre, 2 jähriges Geschwisterkind und 97 jährige Bewohnerin)
Geschichten und Erinnerung wurden hervorgekramt.
 
 
 
Weiter ging es am selben Tag im Carpe diem. Die 3. Und 4. Klassen waren gefragt. Hier besuchten wir die Bewohner auf den drei Wohnebenen. Sie erwarteten uns bereits in ihren Essensräumen. Die Kinder tauchten ein in das Lebensumfeld der alten Menschen.
Ganz still wurde es, als Lena die erste Strophe eines Liedes auf ihrer Geige spielte. Weitere Bewohner  kamen aus ihren Zimmern, als sie uns hörten, sangen mit, klatschten und es standen ihnen Tränen in den Augen. Es wurde uns Schokolade und Bonbons zugesteckt.

Am Dienstag trafen sich die Kinder der zweiten Klassen im Haus Meyberg. Hier wurde uns erst einmal ein Kakao angeboten, um uns aufzuwärmen. Dieses Mal besuchten wir vier Wohnbereiche. Auch hier wurden wir Teil vom Alltag der Bewohner und erlebten, wie viel Freude das Singen und der Besuch von Kindern bereitet.
Da es draußen schon dämmerte, wurden die Lichter im Essenraum ausgeschaltet. Ein staunendes OH ging durch die Reihen.
Eine Frau fing spontan an zu singen, als sie uns sah.
Ein Mann holte seine Mundharmonika und spielte so schön, dass die Kinder ihrerseits lauschten.
Ein Mann weinte, als er den Text der ihm so wertvollen Lieder in Händen hielt.
Eine alte Dame folgte uns durch die Wohnbereiche, um uns noch ein weiteres Mal zu hören.
So zogen wir „durch die Straßen auf und nieder“ durch das Altenheim bis „Mein Licht geht aus, wir geh´n nach Haus“ den Abschluss einläutete.
Es war eine Begegnung, die beide Seiten - Kinder wie alte Menschen - einen Momet aus ihrem Alltag herausholte und einen Einblick in das Leben des anderen ermöglichte.
Ich möchte dem „Elisabeth Stift“, dem „Carpe diem“ und dem „Haus Meyberg“ für die herzliche Aufnahme und Vorbereitung unseres Kommens danken.
Die Kinder haben sich auf den Weg gemacht, haben gemeinsam Zeit und Freude mit Menschen geteilt.
Das ist St.Martin.
 Text & Fotos: Katrin Kurth


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Fusszeile
Webdesign by meurer-beratung, 40883 Ratingen | www.meurer-beratung.de Impressum | Kontakt | Sitemap
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail