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Unsere Viertklässler pilgern...
16.05.2011 15:30 (795 x gelesen)

Unsere Viertklässler pilgern zum
Mariendom Neviges...

 



...Frisch ist es heute Morgen. Wir stehen frierend am Parkplatz vor dem Nizzabad, wo unsere kleine Pilgerwanderung zum Mariendom Neviges startet. Schon bald wird uns warm, denn unsere Wanderung beginnt mit dem Aufstieg in den nahe gelegenen Wald entlang der Wanderroute XY. Das Laub raschelt unter unseren Schuhen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht über Wurzeln stolpern oder in Brennnesseln treten.

„Die Pilze da kann man nicht essen.“ Laura weiß genau Bescheid. Robin findet ein großes Stück Baumrinde.

„Cool, sieht aus wie ein Surfbrett!“, ruft er begeistert. Die Rinde eignet sich wenig später bei der ersten Rast auch hervorragend als Tischplatte. Max-Vincent sammelt eifrig Löwenzahnstängel für seine Meerschweinchen, während Sabrina einen Teil des Weges mit einer kleinen grünen Raupe auf einem Zweig zurücklegt, von der sie sich später nur schwer wieder trennen kann. Spannend ist es, einmal ganz still zu werden und der Stimme des Waldes zu lauschen.

„Tock, tock, tock.“ Wann hat man schon einmal Gelegenheit, einen Specht zu hören? Aber auch Vogelgezwitscher, das Rauschen der Bäume und ein Flugzeug in der Ferne - dies alles hören wir inmitten der Natur.
Jetzt schwitzen wir sogar schon ein bisschen: Es wird Zeit für die erste Rast. Wir picknicken an einem Pilgerdenkmal. Und nehmen uns die Zeit, über die Inschrift nachzudenken.

 

 

 

Weiter geht es. Vorbei an Windrädern und Pferdekoppeln. Wir stapfen durch kniehohes Gras und bewundern Rapsfelder und blühende Kastanienbäume.

„Das sieht echt aus wie gemalt“, bewundert Jenny die Landschaft. Laura begutachtet fachmännisch die Pferde auf der Koppel auf dem gegenüberliegenden Hügel. „Da hinten sehe ich einen Schimmel, einen Fuchs und zwei Rappen.“

Langsamen Schrittes gehen wir an der asphaltierten Hohlstraße entlang. Mit 38 Kindern und drei Lehrern ist die "Pilgerschlange“ ziemlich lang!

 

 

 

 

Es gibt so viel zu sehen: Den Langenberger Sender im Rücken. Auf dem Hügel gegenüber die Stadt Velbert. Wer hätte das gedacht?
Pilgern macht hungrig! Auf einer Lichtung rasten wir erneut. Jetzt gibt es auch Gelegenheit, Fangspiele zu spielen. Aber Vorsicht! Die Brennnesseln auf der Lichtung brennen höllisch. Maurice muss das am eigenen Leib erfahren. Zum Glück gibt es kühlendes Mineralwasser.
Wir sind fast am Ziel unserer kleinen Pilgerreise angelangt. In der Sonne tanzen die Mücken – so viele, dass die Wanderstöcke zum Einsatz kommen.
„Ich habe eine getroffen!“, ruft Max-Vincent stolz, während Michelle sich vor Ekel schüttelt. Hoffentlich stechen die Viecher nicht!
Die vielen Raupen, welche sich aus beträchtlichen Höhen von den Bäumen abseilen, werden mit großer Neugier beobachtet. „Ist ja irre!“, staunt Michelle.
Wir haben es geschafft! Ein letztes Mal beißen wir in unsere Brote. Wir freuen uns, dass Julia nun zu uns stößt.

                

Pater Bernard wartet auf dem Domvorplatz auf uns. Gespannt lauschen wir seinen Worten. Wie ist der Dom zu seiner Form gekommen? Was hat sich der Architekt dabei gedacht? - Pater Bernard wird nicht müde zu erklären und Fragen zu beantworten.

Andächtig betritt unsere Pilgergruppe den Kircheninnenraum. Auf dem Boden entdecken wir die Jakobsmuschel- das Symbol der Pilger- eingemauert in Steine. Wir bewundern die schönen bunten Fenster, zu denen Pater Bernard vieles zu berichten weiß: Die rote Rose als Symbol für die Gottesmutter Maria, der Stammbaum Jesu, Jesus am Kreuz. Und vieles mehr.

Am Marienaltar zünden die Stellvertreter unserer Klassen zwei Kerzen an. Symbolisch für jeden einzelnen Schüler und seine Familie. Mit dem Lied „Danke für diesen guten Morgen“ endet unsere aufregende Pilgerreise. Wir eilen die Treppen hoch, um einen Blick von oben auf den Kircheninnenraum zu werfen. Schnell noch ein paar Postkarten zum Andenken und ein Gemeinschaftsfoto mit Pater Bernard vor dem Dom. Unsere Pilgerreise ist zu Ende. Wir verabschieden uns von dem überaus freundlichen Pater und treten unsere Heimreise an. Diesmal mit der Bahn, denn unsere Beine sind müde. Mit uns tragen wir viele schöne Erinnerungen an einen tollen Tag auf den Spuren der Pilger.

 (Iris Tritsch)


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