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Sommerabschlusskonzert der MuKi-Klassen...
29.07.2011 21:08 (867 x gelesen)

Sommerabschlusskonzert der MuKi-Klassen

 

 



Konzerte in großen Hallen, zwei mal ausverkauft, ein begeistertes Publikum, Fans und Groupies … alles Dinge, die normalerweise den großen Stars der Musik vorbehalten sind.

Die Musikkinder (MuKis) der Wilhelm-Ophüls-Schule durften sich allerdings kurz vor den Sommerferien einmal genauso fühlen: Für ihr Sommerabschlusskonzert am Montag, 18.07.2011 lagen so viele Vorbestellungen vor, dass das Konzert an diesem Nachmittag gleich zwei Mal gegeben werden musste. Eine enorme Anforderung an die Konzentration der Zweit- bis Viertklässler, dauerte doch das Programm ohnehin schon knapp 1 ½ Stunden.

Wieder einmal bewiesen die MuKi-Klassen, dass sie nicht nur viel gelernt haben im vergangenen Schuljahr, sondern dass sie das Gelernte auch nahezu professionell präsentieren können. Ob Instrumentalbeiträge, Chorstücke, Choreografien oder szenische „Liedergeschichten“ – in beiden Vorstellungen klappte der Ablauf reibungslos. Bei 80 teilnehmenden Musikern keine Selbstverständlichkeit!

Unter der Leitung von Heike Trimpert präsentierten vor allem die Chorgruppen der verschiedenen Jahrgänge ein anspruchsvolles und umfangreiches Programm. Der „Chor in Bewegung“ der Klasse 4 eröffnete das Konzert mit einigen Liedern über das Singen und Musizieren. Wie viel Freude die Musik macht … dass sie alles Leben auf der Erde über-dauert … dass sich mit musikalisch geschulten Sinnen die Welt ganz anders und viel intensiver wahrnehmen lässt – diese Aussagen konnten die Viertklässler über ihre gesamte Grundschulzeit hinweg am eigenen Leib erfahren. Insofern geriet ihre Präsentation, die musikalisch einfühlsam von Frau Trimpert am Klavier und Herrn König an der E-Gitarre begleitet wurde, zu einem fast persönlichen, musikalischen Abschied von der W-O-S. Dass die gleiche Gruppe am Ende des Konzertes noch einmal ein 15-minütiges szenisches Spiel mit Tanz und Gesang aufführte, in dem mit Luna Fehring, Jenny Klußmann und Matthias Mohr sogar drei Gesangssolisten zu hören waren, zeigt eindrucksvoll, über welch großes Repertoire die MuKis nach vier Jahren verfügen.

Aber nicht nur im Chorsingen, sondern auch im Klassenorchester machten die Viertklässler mit dem „Cowboy Chorus“ von Sh.M.Nelson eine ziemlich gute Figur. Fast könnte man vergessen, dass man sich auf dem Schulkonzert einer Grundschule befindet, wenn die Streicher, Bläser, Schlagzeuger und Pianisten im Orchester Platz nehmen und wie die Großen aufmerksam nach dem Dirigat ihrer Lehrerin zu spielen beginnen. Dabei fällt es überhaupt nicht auf, dass fast keines der Kinder Unterricht auf seinem Instrument erhält: die Arrangements sind stets so gestaltet, dass mit ganz elementaren spieltechnischen Fertigkeiten bewältigt werden können. Ein großes Erlebnis für die Kinder ebenso wie für die Zuhörer!

Aber auch die jüngeren Jahrgänge hatten einiges zur Programm-gestaltung beizutragen. Die MuKis der Klasse 2 begleiteten mit verschiedenen Schlag-instrumenten und kniffligen rhythmischen Arrangements den Gesang ihrer MitschülerInnen bei „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ und

 

 

präsentierten anschließend zwei musikalische Zungenbrecher, verbunden mit einer einfachen Choreografie. Begeisterten Applaus erhielten sie bereits für den reibungslosen Auf- und Abbau ihrer Instrumente – was dafür spricht, dass das Publikum auch die wichtigen „Kleinigkeiten“ in einem solchen Konzert zu würdigen weiß. Die jüngsten MuKis haben jedenfalls trotz Lampenfieber ihre „Feuertaufe“ hervorragend bestanden und können sich nun auf ihr zweites MuKi-Jahr freuen.

             

Eine besondere Premiere boten die MuKis der 3.Klassen mit ihren szenischen Spiel „Heja Walpurgisnacht“, das aus verschiedenen Liedern über Hexen und Zauberer selbst zusammengestellt wurde. In phantasievoller Kostümierung sangen, tanzten und spielten die Kinder Geschichten: den bekannten Kindervers von der „Kleinen Hex“, die einen streng geregelten Tagesablauf hat und über sehr eigenwillige Kochrezepte verfügt; das lustige Gedicht von James Krüss „Der Zauberer Korinthe“, der mit verzauberter Tinte alle Briefeschreiber zur Verzweiflung bringt, weil sie niemals wissen, was hinterher in ihren Briefen zu lesen sein wird; und als Höhepunkt einen musikalischen Bericht vom großen Hexentreffen auf dem Blocksberg, auf dem in diesem Jahr sogar eine Rock´n Roll-Tanzgruppe gesichtet worden sein soll.

Auch diese Darbietung bestach nicht nur musikalisch, sondern auch organisatorisch: die Bühne musste im Verlauf der Handlung umgebaut werden, Darsteller zogen sich mehrfach während der Aufführung unauffällig und in Rekordzeit um … all diese dramaturgischen Herausforderrungen wurden von den Drittklässlern äußerst souverän bewältigt.

Nach einer kurzen Umziehpause mussten die Kinder dann noch einmal ran: auf ihren Streichinstrumenten zeigten sie den Kanon „Bruder Jakob“, wobei einige, bereits Musikschul-erfahrene Kinder den Melodiepart übernahmen.

Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte und die Fans aus den eigenen Klassen, die zum Zuhören gekommen waren, applaudierten am Ende nicht nur den Mitwirkenden, sondern auch Frau Trimpert, Frau Peters und dem gesamten Kollegium der W-O-S, die alle an dem reibungslosen Ablauf dieses beeindruckenden Konzerts mitgearbeitet hatten. Nach einem gemeinsam gesungenen Abschiedslied blieb dem Publikum neben vielen musikalischen Eindrücken vor allem die Gewissheit, dass MuKi an der Wilhelm-Ophüls-Schule weder Kinderbespaßung noch Geldverschwendung ist – sondern ein ganz, ganz wichtiger Beitrag zur Bildung und Erziehung unserer Kinder. Und in dieser Form und Intensität und Effektivität auf jeden Fall einmalig in Velbert.

(H.Trimpert)


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