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Besuch der JO! Junge Oper
23.11.2012 20:19 (947 x gelesen)

Alles Oper - oder was?

 

 

 



Opernsänger jodeln oder schreien, sie machen alberne Gesten dabei und jeder normale Mensch muss über sie lachen. Diesem gängigen Klischee begegnet man bereits bei Grundschulkindern – vor allen Dingen bei denjenigen, die noch nie zuvor einen Opernsänger singen gehört haben. Wie kommt es zu dieser Vorstellung? Und haben Opernsänger mit ihrer Kunst bei Kindern überhaupt eine Chance, diese Vorurteile zu widerlegen?
Mit diesen Fragen hat sich das Kollegium der Wilhelm-Ophüls-Schule, Schule mit Musikprofil,  auseinandergesetzt und für die diesjährige Schultheateraufführung das Ensemble „JO! Junge Oper“ gebucht. Das in Detmold ansässige Ensemble aus jungen Sängerinnen und Sängern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder an die Welt der Oper heranzuführen. Dabei kommen die Opernsänger mit ihren Kostümen, Bühnenbildern und der Musikanlage nicht nur direkt in die Schulen, sondern sie beziehen das junge Publikum auch mit in die Vorstellung ein.
 
Die Wilhelm-Ophüls-Schule hat sich für eine Aufführung der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck entschieden. Sofort nach den Herbstferien wurden die kindgerecht bearbeiteten und gekürzten Texte verteilt. Noten und Playbacks für drei Lieder gab es ebenfalls, mit der Bitte, diese doch im Musikunterricht vorher einzustudieren. Jede Klasse erhielt eine Szene zur Vorbereitung. In den Tagen vor der Aufführung sah man nun lauter kleine Hänsels und Gretels ihre Texte lernen. In jeder Pause übten die Protagonisten in der Turnhalle ihre Szenen und aus den Musikräumen klangen stündlich Humperdincks Melodien. Schon beim Üben wurde klar: so schrecklich klingt das ja gar nicht, wenn Opernsänger singen! Nein, die Kinder wollten es genauso schön können, wie die Sänger auf der CD.
 
Am Dienstag, 20.11.2012, war es dann so weit: Nachdem das mobile Bühnenbild aufgebaut war, füllte sich die Turnhalle mit 160 neugierigen Kindern. Mit Hilfe der singenden Handpuppe „Wolfi“ stellten zwei Sänger und eine Sängerin zunächst die verschiedenen Stimmlagen des Operngesangs vor. Dann begann die Aufführung von „Hänsel und Gretel“. Szene für Szene bauten die Profis das Stück mit den kleinen Schauspielern zusammen. Dabei kam es auch zu lustigen Situationen wie einer Gummibärchenschlacht im Wald und der anschließenden Frage: Wie spreche ich meinen Text mit vollem Mund weiter?
 
Aber im Großen und Ganzen hat alles super geklappt. Die mitspielenden Kinder und das kräftig mitsingende Publikum erhielten ein großes Lob von den „richtigen“ Opernsängern. Und die SchülerInnen der Wilhelm-Ophüls-Schule finden Oper jetzt gar nicht mehr albern.
 
Fotos: C.Stemme 
Text: H.Trimpert
 
Noch mehr Bilder von der Aufführung "Hänsel und Gretel" können Sie hier sehen - alle Bilder zum Vergrößern bitte anklicken:
 


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